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Parque nacional Lauca

Von Arica aus nahmen wir um 7 Uhr in der Früh einen öffentlichen Bus in das 3,5 Stunden entfernte Dorf Putre auf 3.600 m Seehöhe. Die erste halbe Stunde fuhren wir durch dichten Nebel, dann klarte es allerdings auf und wir konnten vom Busfenster aus die kahle, aber wunderschöne Gebirgslandschaft genießen. Die Straße ins Gebirge ist recht gut ausgebaut, da sie als Transitroute für LKWs von Bolivien zum Seehafen im chilenischen Arica dient. Putre ist ein mehr als verschlafenes Dorf, fast keine Touristen aber auch kaum Dorfbewohner weit und breit. Das Dorf existiert hauptsächlich wegen des Militärstützpunktes, der dort aufgrund der Nähe zu Peru und Bolivien betrieben wird. Wir blieben für 2 Nächte in einer Unterkunft die von einem italienischen Paar geführt wird und machten am zweiten Tag eine Tagestour per Geländewagen in den Lauca Nationalpark, der noch einmal 1000 m weiter oben im Gebirge liegt. Diese Gegend ist touristisch noch weitgehend unerschlossen. Die Höhe spürt man schon sehr deutlich, bei jedem Schritt und vor allem wenn man aufsteht! Im Laufe des Tages baute sich bei mir langsam Kopfweh auf. Aber die Landschaft dort oben ist grandios, ein Bilderbuchvulkan reiht sich an den nächsten! Und mit Flavio hatten wir einen wirklich tollen Guide! Wir haben jede Menge Tiere gesehen, u.a. Vizcachas die wie eine Mischung aus Känguru und Hase ausschauen.

Arequipa

Arequipa haben wir eigentlich nur als Akklimatierungs-Stopp vor Cusco eingeplant (es liegt auf ca. 2.400 m Seehöhe), die Stadt hat sich aber als schönes Ziel herausgestellt. Im Gegensatz zu den zwei Wochen in Lima davor, haben wir ENDLICH wieder die Sonne gesehen und konnten die angenehmen frühlingshaften Temperaturen genießen. Arequipa ist umgeben von hohen Bergen und einigen Vulkanen. Besondere Highlights für uns: eine riesige, bunt bemalte Klosteranlage, unsere Unterkunft – eine hübsche Pension in einem historischen Gebäude – mit einem süßen Wachhund, und einige gute Restaurants – allen voran eine “Creperie”. Endlich können wir’s uns wieder leisten, Essen zu gehen! Und nicht zu vergessen: das interessante Museum mit der berührenden Inka-Eismumie namens “Juanita” die von Forschern auf dem Gipfel eines Vulkans gefunden wurde…

Markt in Otavalo

Otavalo ist eine kleine Stadt etwa 2 Bus-Stunden nördlich von Quito. Dort findet jeden Samstag einer der größten Open-Air Märkte Südamerikas statt, von Kleidung über Kunsthandwerk und Essen gibt’s dort alles. Laut unserem Reiseführer ist Otavalo ein „Muss“, also haben wir uns auch auf den Weg gemacht. Den richtigen Bus zu erwischen war schon ein Abenteuer, exakte Zeitpläne oder genau festgelegte Haltestellen gibt’s nämlich nicht. Der Markt selbst war für uns aber leider ziemlich enttäuschend, nach 1,5 Stunden in dem Gewusel hat‘s uns auch schon wieder gereicht. An den Ständen sieht man jede Menge Ramsch, den man in ähnlicher Form auch bei uns finden kann – vieles davon „made in China“. Außerdem wiederholt sich nach 4 oder 5 Ständen das Angebot. Wenn man daheim gerne auf Flohmärkte oder Kirtage geht, dann wird man diesen Markt auch mögen, ansonsten kann man sich das wirklich sparen. Otavalo selbst ist auch kein wirkliches Highlight, im Vergleich zu Quito ziemlich konfus und heruntergekommen. Die Fahrt mit dem Bus aufs Land war zumindest sehr interessant und wirklich billig. Unterwegs sind immer wieder fliegende Händler ein- und ausgestiegen und haben den Passagieren Essen und Getränke angeboten. Die Landschaft außerhalb von Quito hat uns gefallen und ist sicher noch einmal eine Reise wer, leider haben wir dafür nicht genug Zeit eingeplant.

Mount Rainier

Im Mount Rainier Nationalpark wurden wir von einer Schlechtwetterfront überrascht. Unten Regen, weiter oben Schnee. Der Mount Rainier – ein 4.400 m hoher aktiver Vulkan, der übrigens als einer der gefährlichsten der Welt gilt – war komplett in Nebel gehüllt. Das hat aber viele Bergsteiger nicht davon abgehalten mit ihren Touren zu starten. Weiter oben im Nationalpark wären sogar noch Schitouren oder Schneeschuhwanderungen möglich gewesen. Uns war’s definitiv zu grauslich!

Craters of the Moon National Monument

Die Landschaft im “Craters of the Moon” National Monument hat uns an Big Island in Hawai’i erinnert. Erstarrte Lava soweit das Auge reicht. Besonders interessant waren hier die Lava-Röhren (“Lava-Tubes”). Diese entstehen, wenn ein Lavastrom an der Oberfläche erstarrt, im Inneren aber noch flüssig bleibt und weiterfließt. Dabei können Hohlräume entstehen. Einige kleine und eine riesige Höhle können auf eigene Faust erkundet werden. Die große Höhle hat eine hohe Decke mit mehren Öffnungen in der Decke, durch die man aber nicht hinaus kann, weil sie zu weit oben sind. Es war spannend durch die Höhle zu klettern und zu schauen, wo es noch Ausgänge gibt. Nach einiger Zeit haben wir dann einen weiteren Ausgang entdeckt, sind rausgeklettert und an der Oberfläche wieder zum Eingang bzw. zum Wanderweg zurückgegangen. Obwohl die Landschaft wirklich großartig und für Festland-USA ziemlich einzigartig ist (glauben wir zumindest?!), waren hier relativ wenige Besucher. Hat uns überhaupt nicht gestört!! 🙂

Maui

Next stop after Big Island was Maui. A name that is in line with destinations like Aruba, Fiji, Maledives, Seychelles, etc.. We experienced very fast what the result of such a name is – higher prices and a bigger, really busy airport.

Lucky us that we arrived in the off-season. So we received also a bigger car than the one we booked. It was bigger, but I think it I´ve never drove a car that was ugglier. But it was good to handle and we managed somehow to drive 500 miles on this small Island. The reason for this was that we did a lot of activities this time which were located everywhere on the Island. And also our accomodation wasn´t that great that we felt a need to stay longer there than necessary.

So, what did we do:
– we drove the legendary road to Hana – in high season this road must be a completely jammed with tourists in their rental cars. The road is on the rainy side of Maui, so there is a rainforest. Here and there are nice waterfalls with pools that the People found amazing, specially for swimming. But honestly, after the waterfalls and pools in the Karijini National Park this was a bit lame. I mean water in the rainforest is not that miracle – in a dry prairie it is.
– we drove also to Lahaina, located on the dry side of Maui
– we did some whalewatching; it was quite the end of the season for that, but we were lucky. In the high-season for whale watching it is more like that the ships have troubles to stick to the guidelines to be 100 yards away of a whale because there are so many.
– we did a snorkling trip by ship
– we drove up to Haleakala twice. Once for sunset and once for sunrise.

Hawai’i: Big Island

WILLKOMMEN AUF HAWAI’I

Was wir auch nicht wussten: bei der Aussprache von “Hawai’i” zwischen erstem und zweitem “i” eine kurze Pause einlegen.

Big Island ist die größte Insel des US-Bundesstaats Hawai’i, sicher die abwechslungsreichste und eine, die bisher von den ganz großen Touristenströmen noch eher verschont geblieben ist. Strandhungrige bleiben eher auf O’ahu (Honolulu) oder Maui. Für uns war Big Island absolut beeindruckend!!!

Drei große Highlights gab’s für uns:

1) Unsere Unterkunft: eine über Airbnb gebuchte kleine Hütte, sehr hübsch, relativ neu, mit voll ausgestatteter Küche und kleinem Bad. Und das Beste: mitten im Regenwald gelegen. Die Geräuschkulisse in der Nacht war phänomenal.

2) Volcanoes National Park: auf Big Island liegt einer der aktivsten Vulkane der Welt, in dem auch aktuell Lava an die Erdoberfläche tritt. Zwar kann man derzeit keine frische Lava ins Meer fließen sehen, aber die Aussicht auf den Lavasee im Krater in der Nacht war trotzdem spektakulär. Tagsüber ist die Landschaft, die von erstarrter Lava bedeckt ist, einfach atemberaubend. Und in gewissen Teilen von Big Island müssen die Bewohner jederzeit damit rechnen, dass ihr Haus von Lava überrollt wird.

3) Mauna Kea: auf dem Gipfel dieses als “ruhend” (aber nicht erloschen) eingestuften, 4.205 m hohen Vulkans, befinden sich einige der größten optischen und Radio-Teleskope der Erde, die von verschiedenen Staaten und Organisationen betrieben werden. Auf Grund der Höhe befindet sich der Gipfel fast immer über den Wolken und bietet den Astronomen daher maximale Beobachtungszeiten. Einen Blick in ein solches Observatorium zu werfen war beeindruckend, und vor allem deren Anblick bei Sonnenuntergang!! Mauna Kea ist aber nicht nur für Astronomen interessant, für die Ureinwohner Hawai’is ist er ein heiliger Berg und die Gipfelregion ist als Nationalpark geschützt. Auf den Gipfel zu kommen ist ein Abenteuer: bis zum Besucherzentrum auf 2.800 m kann man auf einer asphaltierten Strasse mit dem Mietauto fahren. Danach darf man nur mehr mit einem Allradfahrzeug weiter, die Mietwagenfirmen verbieten das Befahren der Gipfelstrasse aber komplett, auch für Geländewagen. Wir hatten Glück und konnten mit einem britischen Paar in deren Jeep mitfahren. Wir sind aber leider nicht weit gekommen: auf halber Strecke platzte einer ihrer Reifen (leider vor Ort nicht zu beheben und die Abschleppkosten sind enorm), und wir mussten erneut autostoppen um bis zum Gipfel zu kommen. Es hat sich aber wirklich gelohnt! Vielleicht einer der besten Momente auf unserer Reise bisher!!

Big Island ist einfach GROSSARTIG!!