Tag Archives: horseback riding

Weites grünes Land

 

Das Landesinnere von Uruguay ist eine einzige, endlose grüne Weide – mit sanften Hügeln und einem weiten blauen Himmel. Fast schon kitschig. Jede Menge Kühe, Schafe, wilde Nandus (straußenähnliche Laufvögel), Füchse, Gürteltiere, Stinktiere, Wasserschweine und natürlich Pferde, Pferde, Pferde… Wir sind hier im Land der riesigen Estancias und der Gauchos. Fast wie in Argentinien und doch anders. Die Urugayer selbst wollen ja keinesfalls mit den Argentiniern in einen Topf geworfen werden…

Nachdem wir uns entschlossen hatten, Uruguay aufgrund der Nähe zu Buenos Aires einen Besuch abzustatten, haben wir uns natürlich gefragt, was wir dort überhaupt machen sollen. Denn in Wirklichkeit war Uruguay für uns bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte, zwischen Brasilien und Argentinien gelegen, aber komplett unbekannt. Wir haben uns nach einiger Suche im Internet dazu entschieden, ein paar Tage auf einer Estancia, einer riesigen Rinderfarm mitten im urugayischen Nirgendwo zu verbringen…mit jeder Menge Essen (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagsjause, Abendessen und von allem reichlich: uff!!!), mit Ausritten am Gelände der Estancia, Lesen, Spaziergängen – und einem 1,5 Tage dauernden Stromausfall… Für mich war’s besonders toll mich mit den anderen Gästen auf Spanisch zu unterhalten und seit einer Ewigkeit (seit meiner Kindheit) wieder einmal auf einem Pferd zu sitzen. Und die Pferde waren sehr geduldig und gutmütig, ein tolles Erlebnis!! Am beeindruckendsten fand ich aber die Wasserschweine (Capybaras), die in bzw. an einem See in der Nähe der Estancia leben: vom Aussehen eine Mischung aus Meerschweinchen und Nutria, sind sie mit über einem Meter Länge die größten lebenden Nagetiere! Ein Wasserschwein ist direkt vor unserem Kanu aufgetaucht, hat einen erschrockenen schrillen Schrei ausgestoßen – und mich dabei mindestens ebenso erschreckt – und ist sofort wieder abgetaucht. Ein paar andere haben wir aus der Ferne am Ufer beobachtet. Sehr scheue und ziemlich ungewöhnliche Tiere. Und dann war da auch noch unsere Begegnung mit einem Stinktier: glücklicherweise mit genügend Sicherheitsabstand!