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The absolute southernmost point for us – at least for this trip ;-)

From Torres del Paine we traveled back to Puerto Natales and after one night we took the bus back to El Calafate. There we mainly relaxed and prepared ourselves for further travelling. In fact we had more days in El Calafate than originally planned since the weather was mostly in our favour in Patagonia and so we didn’t need our spare days to sit out bad weather.

We left El Calafate on a rainy day to fly further south to Ushuaia on Tierra del Fuego (aka Feuerland). Ushuaia is the southermost town in the world (“la ciudad más austral del mundo”). Further south there only are a few small chilean villages and beyond that, the next human settlements are research stations in Antarctica. Ushuaia’s location and infrastructure made it the number one place to start a cruise to Antarctica. We would have loved to do that, but 6000 USD per person for a 10 day trip is nothing that I would call a bargain. Instead we enjoyed the long days just looking at the marvellous landscape with the high snow-capped mountains, the deep blue sea and the fast changing weather. The first two nights we stayed in town, then we moved to another place a bit outside of Ushuaia on top of a hill by the sea. There we had a great view, a beautiful room, a good breakfast and the possibility to hike a bit in the mountainside. What a nice end to our world-trip! 🙂

In 4 Tagen durch den Nationalpark Torres del Paine

4 Tage lang folgten wir der “W-Route” von West nach Ost durch den Nationalpark Torres del Paine. Bei der 2-stündigen Busfahrt in den Park von Puerto Natales aus beschlichen uns leichte Zweifel, ob dieser Plan so eine gute Idee war: es schneite nämlich munter vor sich hin. Wir ließen uns aber nicht die Stimmung vermiesen. Und außerdem hatten wir schon die kommenden 3 Nächte in Berghütten (Refugios) entlang des Weges vorgebucht. Wir schlafen zwar nicht ungern im Zelt, aber wir hatten keine Lust erst den ganzen Tag das Campingequipment herumzuschleppen und dann bei den eisigen Temperaturen in der Nacht draußen zu schlafen. Ein lächerliches Stockbett im Schlafsaal ohne Bettwäsche (Schlafsack haben wir selbst mitgenommen) in den Refugios ist zwar unverschämt teuer, aber nachdem wir gehört hatten, dass diese Wanderung wirklich spektakulär sein soll haben wir in den sauren Apfel gebissen und trotzdem gebucht. Auch das gesamte Essen für die 4 Tage haben wir mitgenommen, da die Preise in den Refugios eine Frechheit sind. Dadurch waren unsere Rucksäcke auch ohne Zelt und Isomatten riesig. Wir beschlossen im Westen des Parks mit der Tour zu starten, das  bedeutet, dass nach der Busfahrt noch eine Fährfahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung folgte. Es schneite immer wieder, dann klarte es kurzfristig auf. Das Wetter in dieser Gegend wechselt unglaublich schnell. So ähnlich, wie wir es von Schottland kennen. Aber die Landschaft ist bei jeder Witterung spektakulär: schroffe Berge, türkise Seen, karge Wiesen, noch nicht in vollem Grün, da der Frühling erst im Anmarsch ist.

Die erste Teilstrecke der Tour führte in etwa 2 Stunden vom Anlegeplatz der Fähre aufwärts zu einem Aussichtspunkt auf den Grey Gletscher und dann wieder zurück zum ersten Refugio. Kaum hatten wir den Gletscher in der Ferne im Blick, zog von Westen eine dunkle Schneewolke herein und innerhalb von Sekunden befanden wir uns mitten in einem Schneesturm. Starker Wind, dichtes Schneetreiben, kaum Sicht. Der Gletscher war verschwunden. Na großartig! Aber damit muss man in dieser Gegend zu jeder Jahreszeit rechnen. Wir kehrten am Aussichtspunkt um und beeilten uns ins erste Refugio zu kommen. Die Berghütte (Vértice Paine Grande “Logde”) bot leider nur wenige Möglichkeiten zum Aufwärmen. Ein zugiges, eiskaltes Loch. Wer weiß, ob es im Zelt nicht ähnlich gemütlich gewesen wäre, jedenfalls aber viel billiger… Tag 2 schaute zum Glück direkt von der Früh weg viel besser aus. 7 Stunden lagen vor uns bis zur nächsten Unterkunft. Im Sonnenschein kein Problem. Der Weg und die Aussicht waren großartig und abwechslungsreich. Von einem türkisblauen See ging es hinauf zu einem imposanten hängenden Gletscher, an dem wir mehrere Lawinen beobachten konnten. Refugio Nummer 2 (Los Cuernos, Fantástico Sur) am Abend  war zum Glück deutlich gemütlicher, viel kleiner und daher leichter beheizbar. Außerdem konnten wir unsere müden Füße auf der windgeschützten Terrasse in der Sonne mit Blick auf die steil aufragenden Bergwände ausruhen. Tag 3 wartete mit strahlendem Sonnenschein und höheren Temperaturen auf. In 5 Stunden schafften wir den Weg zu Refugio Nummer 3 (El Chileno, Fantástico Sur). An diesem Tag gönnten wir uns eine etwas längere Pause und genossen im Sonnenschein vor der Hütte selbstgekochte Spagetti mit Tomaten(suppen)-Sauce und eine Flasche Rotwein. Selten hat uns Rotwein so gut geschmeckt! Highlight der letzten Etappe der Wanderung ist die Aussicht auf die Torres del Paine bei Sonnenaufgang – so hatten wir es zumindest gehört. Das bedeutet aber, entweder auf einem weiter oben gelegenen Campingplatz zu schlafen und im Morgengrauen nur eine 3/4 Stunde auf den hochgelegenen Aussichtspunkt hinaufzuwandern, oder wie wir, vom letzten Refugio aus in 1 3/4 Stunden. Um 4 Uhr war daher im Stockdunklen Abmarsch. Ein paar wenige andere Leute aus dem Refugio taten es uns gleich. Der Sternenhimmel in der mondlosen, klaren Nacht war atemberaubend. Immer dem richtigen Weg zu folgen war trotz Stirnlampe nicht ganz leicht. Über viele Bachläufe und Brücken ging es auf steilen Wegen stetig bergauf. Wir schafften es rechtzeitig zum Aussichtspunkt und konnten einen spektakulären aber eiskalten Sonnenaufgang genießen. Langsam färbten sich die Spitzen der Torres del Paine in immer intensiverem Rot. Ein geniales Fotomotiv! Nach der Rückkehr ins Refugio verspeisten wir die Reste unseres Proviants, danach ging’s hinunter ins Tal von wo aus wir mit dem Bus nach Puerto Natales zurückkehrten. Wunderbare, aber anstrengende 4 Tage lagen hinter uns und damit auch die letzte, lange Wanderung auf unserer Weltreise.

Puerto Natales

Overall we stayed three times in Puerto Natales – first time we were coming from El Calafate and checked out when we should go to the national park Torres del Paine. Weather forecast was not that great, so we decided to do the trip to Punta Arenas first. When we came back, the weather forecast was promising, so we used our time in Puerto Natales to arrange everything for a long hike in the national park. And the last time was, when we returned from the park for a short  stop before returning to El Calafate.

Every stay in this town was great and we will go back to this place for sure. Perhaps we once will do the 4-day ferry-ride starting in Puerto Montt down through the sounds of the flooded Andes.

Nicht “Alpinismus” sondern “Andinismus”!

Beim Anflug nach El Calafate hatten wir einen ersten, großartigen Blick auf die schneebedeckten Anden und das endlose Südpatagonische Eisfeld. Sehr gut zu erkennen waren die berühmten Massive Fitz Roy und Cerro Torre. Und genau dort zog es uns auch hin.

Ausgangspunkt für Wanderungen zum Fitz Roy und Cerro Torre im Parque Nacional Los Glaciares ist das kleine, verschlafene Bergdorf El Chalén, das von El Calafate aus in ca. 3 Stunden mit dem Bus erreicht werden kann. El Chaltén existiert erst seit ca. 15 Jahren. Damals beschloss die argentinische Regierung, in diesem Gebiet eine permanente Siedlung zu errichten, um ihren Anspruch auf dieses Territorium gegenüber Chile zu sichern. Seitdem hat sich der Ort zu einem Mekka für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer entwickelt. Die Hochsaison startet im November, wir hatten also Glück und konnten noch ein paar relativ ruhige Tage dort genießen. Viele Lokale hatten noch nicht geöffnet und überall war großer Frühlingsputz im Gange. Überhaupt herrscht in El Chaltén ein Bauboom. Ich bin mir sicher, dass das Dorf in ein paar Jahren kaum mehr wiederzuerkennen ist und von Touristen komplett überschwemmt sein wird.

Die zwei beliebtesten und wohl auch schönsten Touren in dieser Gegend sind die Tageswanderungen zu Aussichtspunkten nahe am Fitz Roy bzw. am Cerro Torre. Die erste Wanderung zur Laguna de los Tres unter dem beeindruckenden Massiv des Fitz Roy beendeten wir nach 11 anstrengenden Stunden und mit schmerzenden Beinen in der Abenddämmerung. Die zweite zur Laguna Torre mit tollem Ausblick auf den Cerro Torre war mit 7 Stunden zum Glück deutlich kürzer und es mussten weniger Höhenmeter überwunden werden. Wir hatten das große Glück den Fitz Roy komplett ohne Wolken zu sehen, laut den Nationalpark-Rangern ein seltenes Privileg, speziell zur jetzigen Jahreszeit.

Ein interessantes Detail: am Ortsrand von El Chaltén steht eine typische österreichische Kapelle mit Holzschindeln! Sie trägt die Aufschrift: Toni Egger Gedenkkapelle. Toni Egger war ein Tiroler Bergsteiger der Ende der 50iger-Jahre bei(m Versuch) der Erstbesteigung des Cerro Torre ums Leben kam. Laut seinem Kletterpartner waren die beiden am Gipfel, die Kamera mit den Gipfelfotos wurde allerdings von der Eislawine zusammen mit Toni Egger in den Abgrund gerissen und konnte nie gefunden werden. Daher ist bis heute umstritten, ob die beiden wirklich die Erstbesteigung geschafft haben. Ein Nebengipfel des Cerro Torre wurde jedenfalls nach ihm “Cerro Egger” benannt. Im Andenken an Toni Egger und an mehrere andere Bergsteiger die in diesem Gebirge ihr Leben verloren haben, wurde die kleine Kapelle errichtet.

Bei der Wanderung zum Fitz Roy trafen wir ein junges deutsches Pärchen, das bereits seit 6 (!!!) Jahren in der Weltgeschichte herumtingelt. So lange halten wir’s sicher nicht mehr aus… 😉

Santiago

From Arica we took the plane to Santiago – doing this distance by bus wouldn´t have been very funny. We would have taken the bus if we would have done a stop in St. Pedro de Atacama, but since the european observatories of the southern hemisphere aren´t ready yet we decided to skip it and keep it as a travel destination for later on.

Santiago is one of the most modern towns we visited so far in South America. On the other hand there aren’t any really impressive old buildings. After a rainy day, when the clouds are gone it is possible to have a clear view of the Andes behind the city skyline.

Parque nacional Lauca

Von Arica aus nahmen wir um 7 Uhr in der Früh einen öffentlichen Bus in das 3,5 Stunden entfernte Dorf Putre auf 3.600 m Seehöhe. Die erste halbe Stunde fuhren wir durch dichten Nebel, dann klarte es allerdings auf und wir konnten vom Busfenster aus die kahle, aber wunderschöne Gebirgslandschaft genießen. Die Straße ins Gebirge ist recht gut ausgebaut, da sie als Transitroute für LKWs von Bolivien zum Seehafen im chilenischen Arica dient. Putre ist ein mehr als verschlafenes Dorf, fast keine Touristen aber auch kaum Dorfbewohner weit und breit. Das Dorf existiert hauptsächlich wegen des Militärstützpunktes, der dort aufgrund der Nähe zu Peru und Bolivien betrieben wird. Wir blieben für 2 Nächte in einer Unterkunft die von einem italienischen Paar geführt wird und machten am zweiten Tag eine Tagestour per Geländewagen in den Lauca Nationalpark, der noch einmal 1000 m weiter oben im Gebirge liegt. Diese Gegend ist touristisch noch weitgehend unerschlossen. Die Höhe spürt man schon sehr deutlich, bei jedem Schritt und vor allem wenn man aufsteht! Im Laufe des Tages baute sich bei mir langsam Kopfweh auf. Aber die Landschaft dort oben ist grandios, ein Bilderbuchvulkan reiht sich an den nächsten! Und mit Flavio hatten wir einen wirklich tollen Guide! Wir haben jede Menge Tiere gesehen, u.a. Vizcachas die wie eine Mischung aus Känguru und Hase ausschauen.

Urubamba

 

In Urubamba haben wir eine wirklich hübsche Unterkunft gefunden – eine Pension, die von einem französisch-peruanischen Paar mit einer süßen kleinen Tochter geführt wird. In dem paradiesischen Garten sind wir stundenlang gesessen – haben gelesen, mit den Hunden gespielt, die Kolibris beobachtet oder einfach nur die Sonne und Wärme genossen. Das Frühstück dort war eines der besten unserer ganzen Reise! Außerdem war es interessant mit den Besitzern über ihre Erfahrungen als Unternehmer in Peru zu sprechen – und das ist wie man sich denken kann nicht immer einfach.

Am nächsten Tag sind wir mit einem winzigen Motortaxi zum Busbahnhof von Urubamba gefahren (die Pension liegt etwa 2 km außerhalb des Orts) und haben dort ein Taxi für eine mehrstündige Rundfahrt in die Umgebung gemietet. Erster Stopp waren beeindruckende Inkaruinen namens Moray. Die Amphitheater-förmigen Anlagen im Boden wurden von den Inka höchstwahrscheinlich als landwirtschaftliche Versuchszentren verwendet. Beispielsweise wurden Pflanzen, die ursprünglich nur in hohen Lagen vorkamen, wie die Kartoffel, an niedriger gelegene Gebiete “gewöhnt”, in dem sie schrittweise auf immer tieferen Terrassen gepflanzt wurden. Auf den einzelnen Ebenen herrscht unterschiedliches Mikroklima: am Rand erreichen die Temperaturen im Sommer um die 25 Grad, am Boden der Anlage können sie bis auf 50 Grad steigen. Auch umgekehrt wurde dieses Prozess durchgeführt, z.B. mit der Kokapflanze, die normalerweise nur im feuchtwarmen Dschungel vorkam.

Zweiter Stopp war eine im Betrieb befindliche Salzgewinnungsanlage (Maras). Salzhaltiges Wasser aus den Bergen wird über Terrassen geleitet und verdunstet in einer Vielzahl an kleinen Becken. Zurück bleibt Salz, das von verschiedenen Familien geerntet und verkauft wird. Die Anlage bietet einen sehr speziellen, unwirklichen Anblick!

Von Urubamba ging’s dann mit einem Colectivo wieder zurück nach Cusco.

Machupicchu

On the day we arrived in Aguas Calientes, which is the village at the foot of the Machupicchu mountain, there was heavy rain in the late afternoon for several hours. We were concerned that we would have rain too during our visit of the famous Machupicchu ruins the next day. But what else could we do than buy the bus tickets for the next day, arrange a breakfast-to-go with our accommodation, have dinner and go to bed early?
Next morning we started into the day at 4 o’clock.  At the bus station there was already a 30m long queue and it was quite cold due to clear sky. The buses started with their service an hour later, just at daybreak, and by this time the queue was already really long. We managed to get seats in the second bus of this day. Half an hour later we queued at the entrance of Machupicchu. After we were in the area we did as advised in the Lonely Planet – we took the first path on the left up the hill to the “caretaker hut”. From there you have a great overview over the whole place and it is supposed to be really quiet for a while until the area is filling up with tourists. And indeed it was quiet there for a long time and so we stayed there and watched as the sun rose above the mountains and brought light onto Machupicchu. Even as the main area filled up with people it was still nice up there. Sitting in the grass after the sun had dried it and just watching the stunning scenery from above. When more and more people found their way up the hill around 10pm we decided to do our walk through the area, because it wouldn’t get any better soon and the sun was shining mercyless on us. You have to know that there are only two weather conditions at Machupicchu – hot sun or raining cats and dogs. Of course we preferred the hot sun, but since there is not much shelter at the site, we had enough after 6 hours and returned to Aguas Calientes.

Our resumeé: The train ticket to get to MP is ridiculously expensive and Aguas Calientes is a rather deterrent and over-touristy place – but Oh my God: The ruins are so beautiful and it’s magical being there for real, even if you’ve already seen them on pictures for a thousand times!!!

Pisaq

A nice daytrip with base Cusco is to Pisaq. Pisaq is the name of the village at the bottom of the valley as well as the name of the Inka ruins above in the mountains. All we knew was that the Inka ruins are worth a visit, but we didn´t expect such a huge area covered by this ruins. A taxi brought us to the top parking lot of this site and it took us 3 hours to get back to the village – and in all this time we were within the ruins. It is absolutely amazing how much effort was spent to erect this. And also to live and work there must have been hard. At the end of the day Eva´s and my knee hurt because of the steep stairs. Some people say this place is more impressive than Machupicchu – we will see….

Imagine a city on the peak of Großglockner…

During the flight from Arequipa to Cusco we could see a bit more of the Andes. Cusco airport means no fun for the pilot: the airport is located in the middle of the town and in a quite narrow valley. During landing, the slopes of the surrounding mountains are really close. So no wonder that they plan to build a new airport an hour away from Cusco.
It was a good thing that we spent some time in Arequipa before we came to Cusco, because Cusco is located on 3.600 m above sealevel. Many tourists make the mistake to fly directly from Lima to Cusco and so quite often they suffer from altitude sickness. Some of the better hotels even provide oxygen masks to help their customers through the worst moments. One way or the other: Cusco is breathtaking, at least in the first few days.
After the arrival of the Spanish, the former capital city of the Inkas was completely transformed. Only around the city several ruins survived.