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Seattle

Seattle, die Stadt des Regens. Wir hatten aber – zumindest an 2 Tagen – Glück mit dem Wetter. Unsere Unterkunft war diesmal ganz außergewöhnlich: ein hübscher, gemütlicher, winziger Zigeunerwagen ganz aus Holz (vom Vermieter selbst gebaut), wieder über airbnb gebucht. Dazu gab’s im Haus der Gastgeber ein Wohnzimmer mit Essbereich und ein Bad, das man mit anderen Mietern teilen musste. Das war aber gar kein Problem, wir haben uns gut mit unseren Mitbewohnern unterhalten.

Die Stadt Seattle hat eine ganz ungewöhnliche Geschichte,  von der wir bei einer “Underground” Tour mehr erfahren haben. Der Name “Seattle” stammt von einem Häuptling eines in der Gegend ansässigen Indianerstammes. Damit die Gründungsväter von Seattle diesen Namen benutzen durften, mussten sie dem Häuptling ab 1853 lebenslang jedes Jahr einen ordentlichen Geldbetrag bezahlen. Sie dachten sich: der ist schon um die 60 (für damalige Verhältnisse ziemlich alt!), der wird’s sowieso nicht mehr lange machen. Er wurde aber über 90 und die Stadt Seattle musste tief in die Tasche greifen. Seattle wurde übrigens 2 mal erbaut, zum 2. Mal nachdem die ursprüngliche, ganz aus Holz erbaute untere Stadt komplett abgebrannt war. Das kam den Bewohner im Grunde genommen aber ganz gelegen, denn bei der ursprünglichen Stadtplanung hatte man so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann (Lage in einer Ebene mit starken Gezeiten, Probleme mit der Kanalisation etc.) Der Plan war, das komplette Stadtgebiet um ein paar Meter mit Erde aufzuschütten, damit das Meer bei Flut nicht mehr die Strassen überschwemmt und damit man ein Gefälle für die Kanalisation ins Meer zustande bringt. Das hätte jedoch Monate bis Jahre gedauert. Den Geschäftsinhabern in Seattle war das zu lang, um mit ihren Geschäften zu warten, daher sagten sie: wir bauen unsere Gebäude wieder auf, egal was drumherum passiert. Die Stadtväter konnten dagegen nichts machen, gaben jedoch die Vorgabe heraus, alle Gebäude so zu errichten, dass die Haupt-Eingangstüren und Fenster erst in einigen Metern Höhe liegen. Im Laufe der kommenden Monate und Jahre errichtete die Stadt dann zwischen den Gebäuden Dämme aus Stein, die mit Erde aufgefüllt wurden. Darauf wurden die Strassen gebaut. Zwischend den Dämmen und den Gebäuden wurde jedoch ein Abstand eingehalten, das heißt, statt eines Gehsteiges klaffte neben den Geschäften ein mehrere Meter tiefer Abgrund, in den nicht nur ein betrunkener Saloonbesucher stürzte. Um von einem Gebäude ins nächste zu kommen, musste man zuerst mit Leitern auf die Strasse hinaufklettern und dann beim nächsten Gebäude wieder in den Abgrund hinunterklettern. Man stelle sich Damen mit Reifröcken dabei vor…. Irgendwann wurden  allerdings Gehsteige aus Holzbrettern und Stahlträgern über die Lücken gebaut. Darunter befanden sich dann ein unterirdischer Markt, Vorratsspeicher bzw. lange unterirdische Tunnel. Und die Reste davon kann man auch heute noch im Rahmen einer geführten Tour besichtigen. Und noch ein lustiges Detail: nach dem großen Brand hatten die meisten Geschäftsinhaber in Seattle ihr gesamtes Hab und Gut mit allen Waren verloren, es kam jedoch glücklicherweise niemand dabei ums Leben. Letzteres war im speziellen für ein Business ganz besonders vorteilhaft: das Bordell. Die Besitzerin war die einzige Geschäftsinhaberin in Seattle, die ihr Geschäft ohne größere Verluste direkt nach dem Brand wieder aufnehmen konnte. Und das ermöglichte es ihr auch, großzügige Kredite an andere Geschäfte zu vergeben. Kurz gesagt: ohne das Bordell wäre Seattle niemals so schnell wieder aufgebaut worden. Und deshalb kann man wohl mit Fug und Recht sagen – obwohl’s wahrscheinlich so nicht in den offiziellen Geschichtsbüchern steht – dass eine “Puffmutter” zu den “Gründungsvätern” von Seattle gehört hat.

Top-of-the-World Highway

Yeah, it’s really called that way – but 50% of the road is unsealed and another 20% are in a bad condition. But they are about to change that, at least on the US side of the road. In fact we expected only 19 km of unsealed road, not 50 km. But it was worth it – even the border control there was somehow exciting, because this border station is 1h away from any settlement and located on the second highest point of the mountain ridge that the road follows. The boarder station looks kind of remote and lonely up there.

But before we could turn into the TotW Hwy we had to pass the US border on the Alaska Hwy. This was really easy – only 4 questions were asked and that’s next to nothing for a US immigration officer. First thing we did in the USA was fueling up, because there the fuel is much cheaper. Another thing that is typically US: The traffic signs have much more bullet holes than the ones in Canada. If there was a sign with the wording “5000$ fine for shooting traffic signs”, I bet this sign would have hundrets of bullet holes. Overall we stayed only for 3h in the US and we visited only one “town”. This place was called Chicken and makes most of its money with fuel and crazy T-Shirts that relate to the name of Chicken. We fueled up again, but we didn’t buy a T-shirt.

Now, that’s better…

… compared to the views we had of glaciers in Newzealand. At the beginning of our trip up north we didn’t have the village of Stewart on our radar, but a small box in our travel guide-book said it was worth a look. And it was so totally worth a look – we could already catch some glimpses of impressive glaciers on the road to Stewart. The settlement Stewart is quite a sleepy arrangement of houses and the main industry there is forestry. At least we found a very cosy place to stay.

To get to the impressive Salmon glacier we had to take the road to Hyder, which is located in Alaska (USA). Hyder promotes itself as the friendliest ghost town in Alaska (or North America or else). It is really more or less a ghost town and we simply passed through to follow the road that soon started to climb up and change into gravel. After 45min of slow advancement we could see the glacier for the first time. Still it took us another 30min to reach the final viewpoint. What should I say, it was absolutely worth the effort to drive up there.

A funny thing was that there was someone camping there and selling postcards and books. He told us that he was staying there for 2 weeks and then he was getting groceries in Stewart and returning again for 2 weeks. When he is not waiting for cars to come, he is hiking around and spoting bears. His nickname is Bear-man.

Mount Rainier

Im Mount Rainier Nationalpark wurden wir von einer Schlechtwetterfront überrascht. Unten Regen, weiter oben Schnee. Der Mount Rainier – ein 4.400 m hoher aktiver Vulkan, der übrigens als einer der gefährlichsten der Welt gilt – war komplett in Nebel gehüllt. Das hat aber viele Bergsteiger nicht davon abgehalten mit ihren Touren zu starten. Weiter oben im Nationalpark wären sogar noch Schitouren oder Schneeschuhwanderungen möglich gewesen. Uns war’s definitiv zu grauslich!

Sawtooth Wilderness

Die Sawtooth Wildnis ist ein wunderschönes und einsam gelegenes Schutzgebiet im Norden der USA, das seinen Namen von einer wie Zähne eine Säge geformten Bergkette hat. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kurzen Stopp in einem Schigebiet – klarerweise geht da nix ohne Doppelmayr. Außerdem kamen wir an Vienna vorbei – einem alten Goldgräber-Camp – von dem aber außer dem Schild nichts mehr exisitiert. Wir haben bei idealem Wetter eine Wanderung ins Wildnisgebiet unternommen und wollten eigentlich zu einem Pass hinaufwandern. Der Weg dort rauf war aber ziemlich schmal, exponiert bzw. seitlich extrem steil abfallend und ich hab einen leichten Anfall von Höhenangst bekommen (hab ich normalerweise nicht), deshalb wollte ich das letzte Stück dann nicht mehr weitergehen. Trotzdem wars wunderschön, der Weg war das Ziel. Beim Klettern über umgestürzte Baumstämme, die den Wanderweg versperrt haben, bin ich am Rückweg dann aber leider ziemlich böse mit dem Knöchel umgeknickt und musste die restlichen 2 Stunden den Berg hinunterhumpeln. Gottseidank war’s nichts ärgeres, angeschwollen ist’s aber ziemlich und weh tut’s aber auch jetzt – nach mehreren Wochen – noch. Bei der Wanderung haben wir einen älternen Mann mit seinem Schwiegersohn getroffen, die extrem schwer bepackt (25+kg) gerade zu einer 1-wöchigen Wanderung ins Wildnisgebiet aufgebrochen sind. Besonders glücklich haben sie nicht ausgeschaut unter der ganzen Last, schließlich geht’s da ja recht steil hinauf… 🙂

Craters of the Moon National Monument

Die Landschaft im “Craters of the Moon” National Monument hat uns an Big Island in Hawai’i erinnert. Erstarrte Lava soweit das Auge reicht. Besonders interessant waren hier die Lava-Röhren (“Lava-Tubes”). Diese entstehen, wenn ein Lavastrom an der Oberfläche erstarrt, im Inneren aber noch flüssig bleibt und weiterfließt. Dabei können Hohlräume entstehen. Einige kleine und eine riesige Höhle können auf eigene Faust erkundet werden. Die große Höhle hat eine hohe Decke mit mehren Öffnungen in der Decke, durch die man aber nicht hinaus kann, weil sie zu weit oben sind. Es war spannend durch die Höhle zu klettern und zu schauen, wo es noch Ausgänge gibt. Nach einiger Zeit haben wir dann einen weiteren Ausgang entdeckt, sind rausgeklettert und an der Oberfläche wieder zum Eingang bzw. zum Wanderweg zurückgegangen. Obwohl die Landschaft wirklich großartig und für Festland-USA ziemlich einzigartig ist (glauben wir zumindest?!), waren hier relativ wenige Besucher. Hat uns überhaupt nicht gestört!! 🙂

Yellowstone & Grand Teton Nationalparks

Der Yellowstone Nationalpark wurde 1872 gegründet und ist der älteste Nationalpark der Welt. Berühmt ist er vor allem für den aktiven Geysier “Old Faithful”, der zuverlässig alle paar Stunden ausbricht und dann für ca. 5 Minuten ordentlich Wasser spuckt, und für viele andere geothermale Becken und Formationen. Yellowstone ist sicher einer der – wenn nicht DER – berühmteste Nationalpark der Welt und daher zieht’s auch jede Menge Besucher dort hin. Es hätte aber – im Vergleich zu anderen US-Nationalparks – noch schlimmer sein können. Extrem voll wurde es eigentlich nur beim Warten auf den nächsten Ausbruch des Old Faithful, da standen sicher um die Tausend Leute um den Geysier herum. Der Yellowstone Nationalpark ist riesig und allein um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzuschauen, waren wir locker 2 Tage beschäftigt. Es hätte noch mehr zu tun und sehen gegeben, wir haben aber leider zu wenig Zeit dafür eingeplant. Am beeindruckensten für uns waren sicher die Tiere, die wir gesehen haben, vor allem die Weisskopfseeadler, einen Horst mit jungen Adlern und die riesigen Bisons. In solchen Momenten sind so happy über unsere Digitalkamera mit optischem Zoom!!!! Der Nationalpark ist übrigens insgesamt ziemlich hochgelegen, daher gab’s auch in einigen Bereichen noch jede Menge Schnee.
Direkt angrenzend an den Yellowstone liegt der Grand Teton Nationalpark, mit einer beeindruckenden, langen Bergkette mit schneebedeckten Gipfeln. In der Gegend sind wir übrigens an einer “German Bakery” vorbeigekommen, in der es endlich mal wieder ordentliches Schwarzbrot gab. Sonst haben’s die Amis ja eher mit geschmacklosem, weissem, gesüsstem (!!) Toastbrot…

Salt Lake City

The capital town of Utah is known to the most for hosting olympic winter games a while ago. Beside that the town is the Center of the Mormon world. The Temple area in the town Center can be compared to the Vatican regarding the religious importance. It is very clean there and there are also a lot of security People.

We stayed in Salt Lake City for four nights because we needed a break after seeing so many National Parks. We found a nice accommodation there – a hut in a yard of a house beside a small river. It was located in the town but it felt like it was on the countryside. It was really great there. In the hut was a guitar and Eva discovered that she still can Play a bit and that she likes it. So we bought a guitar at a pawn shop so that she can practice more during our trip.

While we were in Salt Lake City there was a temperature drop by 20°C. All the mountains in the east were covered in snow on the tips. It worried us a bit because we planned to go further north and there we would have to drive over some passes.

Alps?!

alps

On our way north we took a small detour on a scenic byway. This road lead us through an area that looked quite familiar to us – it nearly felt like home. But we started in an arid region that day and also ended the day in one – this time the region had at least a well-known name: Salt Lake City

Capitol Reef

The last stop on our “tour de national park” that week. The Capitol Reef National Park covers a quite small area but nevertheless it was nice to do a drive through. The weather was not so inviting to do a hike and on the other hand we had really enough of desert, prairie and rocks. So after visiting there we started to head north – a long way was ahead of us until we could visit the next national park on our list.

Bryce

 

Next stop of our National Parks & Monuments week in Utah we visited the Bryce Canyon NP. This Canyon is not like you would expect a canyon – there is only a higher side with a spectacular slope down to a lower ground – it´s not going up on the other side of the lower ground like it is at the Grand Canyon. Nevertheless this site is specatcular. And good for hikes. We did a good 4+ hours hike from the higher ground down and later up again. It was so totally worth it – the Pictures speak for themselves.

Zion

First thing to do after weekend was to visit Zion National Park. I was there in November 2013 on my own and had amazing weather and a Nationalpark more or less for me alone but next to no time. This time we had also quite good weather but even with visiting during week there was quite an amount people. Also, in summer, there is a shuttle service in place, what is smart given the geography of this dead-end valley but annoying if you want to see a lot in a limited time. Also we had to Keep in mind that we had to drive at least one and a half hour from the national park to our accommodation (a nice small B&B). On the way to the accommodation we stopped by at a newly opened german bakery and finally I could have some proper bread (at the Counter the bread was tagged as “Friesenkruste”) again.

Utah

mt

On our own again we headed North. In the first bigger town after the state border Nevada/Utah we decided to wait out the weekend before we start our national park marathon through Utah. The town was called St. George and had something typical that every big town in Utah has – a Mormon temple. A good Mormon is supposed to give as much Money as he can to the church – best is around 10% of the income. When you see how neat the temple area is than I would say a lot of them give 10%. Our church tax is nothing compared to that. And they are also going to missions to bring their faith to the rest of the world. Some may have seen these guys in Europe with their black trousers, white shirts with a tie and with a black name tag thats say “brother XY”.

Sin City: Las Vegas

Las Vegas war der letzte Stopp unserer gemeinsamen Reise mit Michi und Mario. Schade, dass es so schnell vorbei war!! Jetzt müssen wir uns wieder ans alleine Reisen gewöhnen, selber Auto fahren und alles selber planen… 😉

Las Vegas war ein ziemlicher Kontrast zu den Nationalparks der letzten Wochen. Groß, bunt, glitzernd. Menschenmassen. Viel Verkehr. Riesige Hotel- und Casinokomplexe. Kitschige Nachbauten von berühmten Sehenswürdigkeiten, wie dem Eiffelturm. In einem Casino wurde sogar ein venezianischer Kanal mitsamt fahrenden Gondolas nachgebaut. Hier gibt es unendlich viele Möglichkeiten sein Geld loszuwerden, hunderte Roulette-, Blackjack- und Pokertische reihen sich an noch mehr Spielautomaten. Alles ist übertrieben, aber irgendwie auch faszinierend. Wir haben uns ein Zimmer im neuen ARIA Hotel am Strip gegönnt (Michi und Mario hatten ein Zimmer im 23. Stock!!) und uns an einem gigantischen Frühstücks-Buffet vollgestopft. Wir sind im Hotelpool dahingedümpelt und haben einige der großen Hotels und Casinos zu Fuß erkundet. Und sogar ein bisschen gespielt (unsere Verluste liegen bei 1-2 Dollar…). Aber auch ohne viel Geld zu verspielen, kann man einfach stundenlang von einem Casino zum nächsten spazieren und den Prunk und Kitsch bewundern. Las Vegas ist zwar eine totale Scheinwelt, es war aber schon cool, es einmal gesehen zu haben. UND: wir waren im Hofbräuhaus Las Vegas, damit Robert wieder einmal „was Gscheits“ (einen richtigen Schweinsbraten!!) zum Essen bekommt.

Antelope Canyon

Der Antelope Canyon ist eine sehr schmale Schlucht in der man fantastische Farben und Lichtspiele bewundern kann, Fotos davon sind weltberühmt. Außer nach Regenfällen ist der Boden des Canyons trocken und man kann hindurchgehen. Eine Erkundung auf eigene Faust ist aber nicht möglich, es muss eine von Indianern durchgeführte Tour gebucht werden. Wir hatten Glück und konnten eine Tour um 11:00 buchen, zu dieser Zeit sind die Lichtverhältnisse im Canyon am besten. Um zum Eingang zu gelangen, geht’s erstmal ganz abenteuerlich und holprig einige Meilen mit einem Geländewagen durch ein ausgetrocknetes Flussbett – über den Sicherheitsgurt ist man da echt froh! Im Canyon selbst sind zwar viele Touristengruppen unterwegs, die Guides schaffen es aber, so viel Abstand zwischen den Gruppen einzuhalten, dass man stellenweise das Gefühl hat, alleine im Canyon zu sein und tolle Fotos machen kann. Wir hatten eine witzige, sehr resolute Führerin, die andere Gruppen konsequent weitergescheucht und uns so den Weg und den Blick auf das nächste Fotomotiv freigemacht hat.

Grand Canyon

Here we are at the Grand Canyon, one of the most famous sightseeing spots of the USA. Arizona, where the canyon is located, has the slogan “The Grand Canyon State” because for them it is their major tourist attraction. I don´t know what I should tell you about the Grand Canyon – it is huge and you can only realize the dimensions when you are really there – pictures totally miss to transfer the feeling of the vast distances and the atmosphere of this place. We can totally recommend to visit this place and spend some days there .

Im Tal des Todes…wuhahaaa!!

Das “Death Valley” in der kalifornischen Mojave Wüste trägt seinen Nahmen zurecht, zumindest auf den ersten Blick. Heiß ist’s da, echt heiß und trocken, so weit das Auge reicht, unter einer gleißenden Sonne! Und dabei war noch nichteinmal Hochsommer. Passenderweise befindet sich das Visitor-Center des Nationalparks in einem kleinen Ort namens “Furnace Creek” (Furnace=Ofen). Einer der heißesten Punkte im Nationalpark ist übrigens “Badwater”, mit 85 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt des nordamerikanischen Festlandes.  Ein Landvermesser kam hier im 19. Jahrhundert mit seinem Muli vorbei und war froh, einen kleinen See zu finden, um sein Muli tränken zu können. Das Muli war jedoch störrisch und wollte partout nicht aus der Lacke trinken. Daraus schloss der Forscher, dass das Wasser schlecht, also “bad water” sei, und benannte den Ort dementsprechend. Tatsächlich besteht der kleine See aus ungenießbarem Salzwasser. Zwar sieht man im Death Valley fast nur Wüste, Felsen und Salzflächen soweit das Auge reicht, das Tal ist aber gar nicht so “tot” wie man glauben mag: ganz im Gegenteil herrscht hier sogar eine hohe Artenvielfalt, mit beispielsweise über 1000 verschiedenen Pflanzenarten, die es geschafft haben, sich an die trockenen Lebensbedingungen anzupassen. Die Landschaft ist faszinierend und ein ziemlicher Kontrast zu den anderen amerikanischen Nationalparks.

Unter den Mammutbäumen…

Der Sequoia Nationalpark ist etwas ganz besonderes! In ihm stehen einige der größten und ältesten lebenden Bäume der Welt, die Sequoias  (Sequoiadendron giganteum). Allen voran der nach m³ größte Baum der Welt, der “General Sherman”. In einem etwa 1-stündigen Rundweg sind wir unter diesen gigantischen Bäumen umhergegangen und haben über deren beeindruckende Größe und biblisches Alter gestaunt, bei manchen Bäumen über 2.500 Jahre, das ist für einen Menschen einfach unvorstellbar! Wir waren auf jeden Fall sehr beeindruckt!! Und in diesem Nationalpark war glücklicherweise auch etwas weniger los. Toller Tag!

Yosemite Nationalpark

Der kalifornische Yosemite Nationalpark ist riesig (über 3.000 km², zum Vergleich: Vorarlberg hat 2.600 km²). Die meisten Touristen, so wie wir, besuchen aber nur einen kleinen Bereich des Parks, das spektakuläre Yosemite Valley.  Vorbei an senkrechten Felswänden – allen voran der berühmte “El Capitan” – geht’s per Auto zu einem Parkplatz am Talschluss. Von dort aus kann man mehrere kürzere oder längere Wanderungen unternehmen. Wir haben uns für eine 5 stündige Tour hinauf über 2 Wasserfälle entschieden und die Anstrengung hat sich wirklich gelohnt! Entlang der ganzen Strecke, hinauf und hinunter, gibt’s spektakuläre Aussichten. Die Besuchermassen ebben nach dem ersten Wasserfall Gott sei Dank etwas ab, so kann man die Natur weiter oben noch besser genießen. Vom Wanderweg aus konnten wir einige Kletterer auf der berühmten Felskuppel “Half Dome” beobachten. An den Picknickplätzen laufen Horden von zahmen Eichhörnchen und Streifenhörnchen herum. Leider werden diese Tiere trotz Verbots ständig von Besuchern gefüttert und geraten dadurch nicht nur in Abhängigkeit zum Menschen, sondern entwickeln sich zu einer echten Plage. Bei der Rückfahrt sind wir noch zu einem hochgelegenen Aussichtspunkt gefahren, von dem aus man einen tollen Überblick über das Yosemite Valley hat. Der Yosemite Nationalpark ist wunderschön, die bekannten Sehenswürdigkeiten sind aber leider von Touristenmassen überlaufen. In anderen Ecken des Parks kann man sicher jede Menge Ruhe und Einsamkeit genießen, hier nicht wirklich. Großartig ist’s trotzdem, die Besuchermassen zieht’s nicht umsonst hierher…