Category Archives: Peru

Von Lima über Ica bis an die chilenische Grenze…

…ging’s per Bus mit “Cruz del Sur” in insgesamt 20 Stunden. Bei der peruanischen Busgesellschaft Cruz del Sur verläuft das Einsteigen in den Bus wie ein Check-In am Flughafen: mit Aufgabe des großen Gepäcks und Sicherheitskontrollen. Wir haben einen Platz ganz vorne am oberen Deck des Buses reserviert und hatten eine tolle Aussicht durch das Panoramafenster. Nach 4 Stunden Fahrt an der Küste entlang Richtung Süden legten wir einen Stopp in Ica ein, einer kleinen Stadt in der Wüste, die berühmt ist für ihre Oase “Huacachina”. Huacachina liegt inmitten von gewaltigen Sandünen, die größten die wir bisher gesehen haben. Aber das einzig wirklich spannende dort sind die Fahren mit Geländebuggies durch die Dünen und das Sand-Boarding: Wir haben uns gefühlt wie auf einer Achterbahn, so schnell ist der Fahrer die Dünen rauf und runter gebrettert bzw. geflogen! Sandboarding war ganz lustig, aber Sand ist halt nicht zu vergleichen mit Schnee und den Zustand der Boards dort möchte ich mal lieber nicht kommentieren…

Am nächsten Tag haben wir uns für eine lange Nachtfahrt – wieder mit Cruz del Sur, aber in einer höheren Klasse – bereitgemacht. Und waren komplett begeistert von dem luxuriösen Bus der uns erwartet hat, mit Kabinen wie in der Business-Class im Flieger: gemütliche große Sitze mit persönlichem Entertainment-System und einer warmen Mahlzeit. Und das zu einem echt günstigen Preis. Unterwegs stieg einmal ein peruanischer Polizist zu und warf einen strengen Blick in unser Abteil. Ein paar Stunden später mussten alle Passagiere aussteigen und eine halbe Stunde an einer Zollstation warten, während der ganze Bus von Beamten durchsucht wurde: es ging aber nicht um Drogen oder ähnliches, sondern um Obst und Gemüse, dass nicht aus den nördlichen Teilen Perus in die Anbaugebiete im Süden gebracht werden darf, um die Ausbreitung von Schädlingen zu vermeiden.

Am nächsten Vormittag erreichten wir die peruanische Grenzstadt Tacna und verbrachten eine Nacht in einem ungemütlichen Hotel, bevor die Reise mit einem Sammeltaxi über die peruanisch-chilenische Grenze weiter ging. Der Taxifahrer war sehr hilfsbereit und hat uns zu den einzelnen Stationen der Grenzkontrolle begleitet, somit lief alles problemlos ab.

Bye bye Cusco!

Noch ein paar Bilder aus Cusco, vor unserem Rückflug nach Lima. Schön wars! 🙂

Urubamba

 

In Urubamba haben wir eine wirklich hübsche Unterkunft gefunden – eine Pension, die von einem französisch-peruanischen Paar mit einer süßen kleinen Tochter geführt wird. In dem paradiesischen Garten sind wir stundenlang gesessen – haben gelesen, mit den Hunden gespielt, die Kolibris beobachtet oder einfach nur die Sonne und Wärme genossen. Das Frühstück dort war eines der besten unserer ganzen Reise! Außerdem war es interessant mit den Besitzern über ihre Erfahrungen als Unternehmer in Peru zu sprechen – und das ist wie man sich denken kann nicht immer einfach.

Am nächsten Tag sind wir mit einem winzigen Motortaxi zum Busbahnhof von Urubamba gefahren (die Pension liegt etwa 2 km außerhalb des Orts) und haben dort ein Taxi für eine mehrstündige Rundfahrt in die Umgebung gemietet. Erster Stopp waren beeindruckende Inkaruinen namens Moray. Die Amphitheater-förmigen Anlagen im Boden wurden von den Inka höchstwahrscheinlich als landwirtschaftliche Versuchszentren verwendet. Beispielsweise wurden Pflanzen, die ursprünglich nur in hohen Lagen vorkamen, wie die Kartoffel, an niedriger gelegene Gebiete “gewöhnt”, in dem sie schrittweise auf immer tieferen Terrassen gepflanzt wurden. Auf den einzelnen Ebenen herrscht unterschiedliches Mikroklima: am Rand erreichen die Temperaturen im Sommer um die 25 Grad, am Boden der Anlage können sie bis auf 50 Grad steigen. Auch umgekehrt wurde dieses Prozess durchgeführt, z.B. mit der Kokapflanze, die normalerweise nur im feuchtwarmen Dschungel vorkam.

Zweiter Stopp war eine im Betrieb befindliche Salzgewinnungsanlage (Maras). Salzhaltiges Wasser aus den Bergen wird über Terrassen geleitet und verdunstet in einer Vielzahl an kleinen Becken. Zurück bleibt Salz, das von verschiedenen Familien geerntet und verkauft wird. Die Anlage bietet einen sehr speziellen, unwirklichen Anblick!

Von Urubamba ging’s dann mit einem Colectivo wieder zurück nach Cusco.

Ollantaytambo

Nach Machupicchu haben wir uns entschieden, nicht die ganze Strecke zurück nach Cusco mit dem Zug zu fahren, sondern im kleinen Ort Ollantaytambo auszusteigen um die dortigen Inkaruinen zu besuchen. Diese sind ebenfalls wirklich sehenswert, der Aufstieg auf die obersten Ebenen der Anlage war aber sehr anstrengend. Die Inka waren zwar relativ klein, ihre Stufen haben sie aber dennoch sehr hoch gebaut!!

Von Ollantaytambo ging’s dann mit dem Colectivo weiter ins benachbarte Urubamba. Colectivos sind ein typisches öffentliches Verkehrsmittel in Peru und außerdem sehr günstig: ein Minibus, der erst losfährt, wenn sich genügend Passagiere eingefunden haben. Bevor man einsteigt, muss man erstmal klären, wo der Bus überhaupt hinfährt und was der Transport kostet. So ganz ohne Spanisch wäre das schwierig. Mit einem Colectivo am Land unterwegs zu sein, ist auf jeden Fall ein Abenteuer, funktioniert aber erstaunlich gut. In der Großstadt hingegen ist dieses System sehr chaotisch und kompliziert – zumindest für Ausländer – und meist sind die dortigen Colectivos extrem überfüllt.

Machupicchu

On the day we arrived in Aguas Calientes, which is the village at the foot of the Machupicchu mountain, there was heavy rain in the late afternoon for several hours. We were concerned that we would have rain too during our visit of the famous Machupicchu ruins the next day. But what else could we do than buy the bus tickets for the next day, arrange a breakfast-to-go with our accommodation, have dinner and go to bed early?
Next morning we started into the day at 4 o’clock.  At the bus station there was already a 30m long queue and it was quite cold due to clear sky. The buses started with their service an hour later, just at daybreak, and by this time the queue was already really long. We managed to get seats in the second bus of this day. Half an hour later we queued at the entrance of Machupicchu. After we were in the area we did as advised in the Lonely Planet – we took the first path on the left up the hill to the “caretaker hut”. From there you have a great overview over the whole place and it is supposed to be really quiet for a while until the area is filling up with tourists. And indeed it was quiet there for a long time and so we stayed there and watched as the sun rose above the mountains and brought light onto Machupicchu. Even as the main area filled up with people it was still nice up there. Sitting in the grass after the sun had dried it and just watching the stunning scenery from above. When more and more people found their way up the hill around 10pm we decided to do our walk through the area, because it wouldn’t get any better soon and the sun was shining mercyless on us. You have to know that there are only two weather conditions at Machupicchu – hot sun or raining cats and dogs. Of course we preferred the hot sun, but since there is not much shelter at the site, we had enough after 6 hours and returned to Aguas Calientes.

Our resumeé: The train ticket to get to MP is ridiculously expensive and Aguas Calientes is a rather deterrent and over-touristy place – but Oh my God: The ruins are so beautiful and it’s magical being there for real, even if you’ve already seen them on pictures for a thousand times!!!

Pisaq

A nice daytrip with base Cusco is to Pisaq. Pisaq is the name of the village at the bottom of the valley as well as the name of the Inka ruins above in the mountains. All we knew was that the Inka ruins are worth a visit, but we didn´t expect such a huge area covered by this ruins. A taxi brought us to the top parking lot of this site and it took us 3 hours to get back to the village – and in all this time we were within the ruins. It is absolutely amazing how much effort was spent to erect this. And also to live and work there must have been hard. At the end of the day Eva´s and my knee hurt because of the steep stairs. Some people say this place is more impressive than Machupicchu – we will see….

Imagine a city on the peak of Großglockner…

During the flight from Arequipa to Cusco we could see a bit more of the Andes. Cusco airport means no fun for the pilot: the airport is located in the middle of the town and in a quite narrow valley. During landing, the slopes of the surrounding mountains are really close. So no wonder that they plan to build a new airport an hour away from Cusco.
It was a good thing that we spent some time in Arequipa before we came to Cusco, because Cusco is located on 3.600 m above sealevel. Many tourists make the mistake to fly directly from Lima to Cusco and so quite often they suffer from altitude sickness. Some of the better hotels even provide oxygen masks to help their customers through the worst moments. One way or the other: Cusco is breathtaking, at least in the first few days.
After the arrival of the Spanish, the former capital city of the Inkas was completely transformed. Only around the city several ruins survived.

Mitten in den Anden

 

Nach einem unglücklichen Start in der Früh sollte dieser Tag einer der schönsten unserer bisherigen Reise werden…

Bevor wir die spektakuläre Hochgebirgs-Landschaft der Anden genießen konnten, hieß es aber erstmal um 3:00 in der Nacht aufstehen, denn die Fahrt zum Colca Canyon von Arequipa aus dauert mehrere Stunden. Nach 15 Minuten Fahrt mussten wir aber schon einen unfreiwilligen Stopp einlegen:  Erst ein ordentlicher Rumpler und dann überholte einer unserer Hinterreifen unseren kleinen Tourbus während der Fahrt!!  Nach einigen Diskussionen mit dem Guide und dem Fahrer wurde ein Ersatzbus organisiert, mit dem die Fahrt 45 Minuten später weiterging. Ein mulmiges Gefühl blieb aber zurück…

Zum Glück wurden wir durch die spektakuläre Landschaft auf dem Weg zum und im Canyon selbst mehr als entschädigt. Um von Arequipa aus nach Chivay und zum Canyon de Colca zu kommen, muss man einen Pass auf 4.910 m Seehöhe überqueren. Schon nach wenigen Schritten ging uns dort oben die Puste aus, es ist einfach unglaublich!!

Viel mehr möchte ich jetzt auch nicht schreiben, ich glaube die Bilder sprechen für sich.

Arequipa

Arequipa haben wir eigentlich nur als Akklimatierungs-Stopp vor Cusco eingeplant (es liegt auf ca. 2.400 m Seehöhe), die Stadt hat sich aber als schönes Ziel herausgestellt. Im Gegensatz zu den zwei Wochen in Lima davor, haben wir ENDLICH wieder die Sonne gesehen und konnten die angenehmen frühlingshaften Temperaturen genießen. Arequipa ist umgeben von hohen Bergen und einigen Vulkanen. Besondere Highlights für uns: eine riesige, bunt bemalte Klosteranlage, unsere Unterkunft – eine hübsche Pension in einem historischen Gebäude – mit einem süßen Wachhund, und einige gute Restaurants – allen voran eine “Creperie”. Endlich können wir’s uns wieder leisten, Essen zu gehen! Und nicht zu vergessen: das interessante Museum mit der berührenden Inka-Eismumie namens “Juanita” die von Forschern auf dem Gipfel eines Vulkans gefunden wurde…

Huge Difference

The change in weather between Galapagos and Lima was really extreme: Galapagos has nice temperatures and high chances for sun. Lima welcomed us with low temperatures, a constant thick fog and such a high humidity that nothing stays dry. Even the bed linen had a moist touch.
But we didn’t go there for sightseeing anyway. It was really hell of a time for a break. For about 6 months we have been travelling now and we’ve stayed nowhere longer than for 5 nights. In fact only in Auckland we spent 5 nights in a row, everywhere else less than that. So we booked a flat in Lima’s nice district of Miraflores for two weeks and except for one trip into the historic town center we did no sightseeing at all. But we did a one-week spanish course. And we did some planning for our further travelling. But the main focus was to relax. Lima was really something totally different to everything we did in the last half year.