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The absolute southernmost point for us – at least for this trip ;-)

From Torres del Paine we traveled back to Puerto Natales and after one night we took the bus back to El Calafate. There we mainly relaxed and prepared ourselves for further travelling. In fact we had more days in El Calafate than originally planned since the weather was mostly in our favour in Patagonia and so we didn’t need our spare days to sit out bad weather.

We left El Calafate on a rainy day to fly further south to Ushuaia on Tierra del Fuego (aka Feuerland). Ushuaia is the southermost town in the world (“la ciudad más austral del mundo”). Further south there only are a few small chilean villages and beyond that, the next human settlements are research stations in Antarctica. Ushuaia’s location and infrastructure made it the number one place to start a cruise to Antarctica. We would have loved to do that, but 6000 USD per person for a 10 day trip is nothing that I would call a bargain. Instead we enjoyed the long days just looking at the marvellous landscape with the high snow-capped mountains, the deep blue sea and the fast changing weather. The first two nights we stayed in town, then we moved to another place a bit outside of Ushuaia on top of a hill by the sea. There we had a great view, a beautiful room, a good breakfast and the possibility to hike a bit in the mountainside. What a nice end to our world-trip! 🙂

Glaciar Perito Moreno

Die argentinische Kleinstadt El Calafate am südöstlichen Rand des Nationalparks Los Glaciares ist zu Recht für eines berühmt: den gewaltigen Perito Moreno Gletscher, der an seiner 60 m hohen Abbruchkante in den Lago Argentino kalbt. Auf Stegen kann man relativ nahe an den Gletscher heran, der im Gegensatz zur Pasterze nicht schrumpft, sondern immer weiter wächst. Wenn dann ein gewaltiger Brocken Eis unter lautem Donnern ins Wasser kracht oder man das Knacken und Knirschen des Gletschereises unter Druck hört, verursacht das Gänsehaut. Wir haben zwar schon in Kanada oder Norwegen riesige Gletscher gesehen, der Perito Moreno mit seiner Dynamik, die man aus nächster Nähe miterleben kann, übertrifft sie aber alle! Vergleichbar war dieses Erlebnis nur mit der eiskalten Nacht im Zelt unter dem Gletscher des Mount Cook in Neuseeland, in der uns die Geräusche von herabstürzenden Eisbrocken in den Schlaf begleitet haben.

Ganz billig war der Ausflug zum Perito Moreno – 80 km Busfahrt von El Calafate und Eintrittsgebühr in den Nationalpark – leider nicht, aber das sind wir von Patagonien mittlerweile schon gewöhnt. Hier ist nichts billig und trotz Nebensaison schon einiges los (ich möchte nicht wissen wie‘s hier in der Hochsaison rund geht). Vor ein paar Jahren habe ich einmal einen Artikel eines Travellers gelesen, der geschrieben hat: „Sollen sie sich doch in Kanada gegenseitig auf die Füße steigen, ich fahr nach Patagonien“. Dazu kann ich nur sagen: Hah!! Meiner Meinung nach ist hier mehr los als in den Gegenden von Kanada, die wir besucht haben, und es ist zum Teil sogar teurer als dort. Die Preise sind manchmal eine richtige Frechheit und einfach nicht gerechtfertigt, aber ich bin mir sicher, dass diese Entwicklung in den nächsten Jahren mit mehr und mehr Touristen noch weiter gehen wird. Und wem kann man es verübeln? Man kann hier richtig geile Sachen unternehmen, aber ohne das nötige Kleingeld geht’s halt nicht. Oft läuft das bei uns jetzt so ab: „Das könnt ma machen, klingt super laut Lonely Planet. Schau ma mal die Preise im Internet nach …. ok … ähm … dann wohl eher doch nicht!“ Überall ist vom „Ende der Welt – Fin del Mundo“ die Rede, ein Gefühl von Abenteuer und Pioniertum will sich aber wirklich nicht mehr einstellen. Dafür muss man schon noch weiter Richtung Süden vordringen: bis in die Antarktis. Und ab da wird’s dann komplett unleistbar! (Aber ein paar Reiseträume muss man sich ja noch für die Zukunft aufsparen…)

 

Nicht “Alpinismus” sondern “Andinismus”!

Beim Anflug nach El Calafate hatten wir einen ersten, großartigen Blick auf die schneebedeckten Anden und das endlose Südpatagonische Eisfeld. Sehr gut zu erkennen waren die berühmten Massive Fitz Roy und Cerro Torre. Und genau dort zog es uns auch hin.

Ausgangspunkt für Wanderungen zum Fitz Roy und Cerro Torre im Parque Nacional Los Glaciares ist das kleine, verschlafene Bergdorf El Chalén, das von El Calafate aus in ca. 3 Stunden mit dem Bus erreicht werden kann. El Chaltén existiert erst seit ca. 15 Jahren. Damals beschloss die argentinische Regierung, in diesem Gebiet eine permanente Siedlung zu errichten, um ihren Anspruch auf dieses Territorium gegenüber Chile zu sichern. Seitdem hat sich der Ort zu einem Mekka für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer entwickelt. Die Hochsaison startet im November, wir hatten also Glück und konnten noch ein paar relativ ruhige Tage dort genießen. Viele Lokale hatten noch nicht geöffnet und überall war großer Frühlingsputz im Gange. Überhaupt herrscht in El Chaltén ein Bauboom. Ich bin mir sicher, dass das Dorf in ein paar Jahren kaum mehr wiederzuerkennen ist und von Touristen komplett überschwemmt sein wird.

Die zwei beliebtesten und wohl auch schönsten Touren in dieser Gegend sind die Tageswanderungen zu Aussichtspunkten nahe am Fitz Roy bzw. am Cerro Torre. Die erste Wanderung zur Laguna de los Tres unter dem beeindruckenden Massiv des Fitz Roy beendeten wir nach 11 anstrengenden Stunden und mit schmerzenden Beinen in der Abenddämmerung. Die zweite zur Laguna Torre mit tollem Ausblick auf den Cerro Torre war mit 7 Stunden zum Glück deutlich kürzer und es mussten weniger Höhenmeter überwunden werden. Wir hatten das große Glück den Fitz Roy komplett ohne Wolken zu sehen, laut den Nationalpark-Rangern ein seltenes Privileg, speziell zur jetzigen Jahreszeit.

Ein interessantes Detail: am Ortsrand von El Chaltén steht eine typische österreichische Kapelle mit Holzschindeln! Sie trägt die Aufschrift: Toni Egger Gedenkkapelle. Toni Egger war ein Tiroler Bergsteiger der Ende der 50iger-Jahre bei(m Versuch) der Erstbesteigung des Cerro Torre ums Leben kam. Laut seinem Kletterpartner waren die beiden am Gipfel, die Kamera mit den Gipfelfotos wurde allerdings von der Eislawine zusammen mit Toni Egger in den Abgrund gerissen und konnte nie gefunden werden. Daher ist bis heute umstritten, ob die beiden wirklich die Erstbesteigung geschafft haben. Ein Nebengipfel des Cerro Torre wurde jedenfalls nach ihm “Cerro Egger” benannt. Im Andenken an Toni Egger und an mehrere andere Bergsteiger die in diesem Gebirge ihr Leben verloren haben, wurde die kleine Kapelle errichtet.

Bei der Wanderung zum Fitz Roy trafen wir ein junges deutsches Pärchen, das bereits seit 6 (!!!) Jahren in der Weltgeschichte herumtingelt. So lange halten wir’s sicher nicht mehr aus… 😉

Buenos Aires – capital de todos los Argentinos

Buenos Aires ist die Stadt der “guten Lüfte”. Aber nicht weil die Luft dort außergewöhnlich sauber und frisch wäre, sondern weil die Stadt unmittelbar südlich des Verbreitungsgebietes der Malaria liegt – der Fluss Río de la Plata bildet die Grenze. Früher glaubte man, dass diese Krankheit über die Luft übertragen  wird (“mal aria” – schlechte Luft).

Buenos Aires ist eine wirkliche Großstadt – der Großraum Buenos Aires beheimatet mehr als 13 Mio. Menschen. Sowohl in Slums, als auch in ausgedehnten Luxusvierteln. Der Busbahnhof an dem wir angekommen sind, liegt in einem armen Viertel. Schon ein wenig erschreckend als erster Eindruck. Wunderschön präsentiert sich im Gegensatz dazu das Viertel “Recoleta” mit dem gleichnamigen Friedhof, auf dem sich die imposanten Grabmäler der Reichen und Berühmten Argentiniens befinden. Von einfachen Gräbern kann man hier wirklich nicht sprechen. Auch María Eva Duarte de Perón, besser bekannt als Evita, hat hier im Duarte-Familiengrabmal ihre letzte Ruhestätte gefunden. Ihr Grab hat sich zur Pilgerstätte von Einheimischen und Touristen entwickelt und ist auf dem verwinkelten Friedhof dennoch ein bisschen schwer zu finden und fast ein wenig unscheinbar, verglichen mit den prunkvollen Kapellen und Grüften anderer Familien.

Die Krimininalität in Buenos Aires scheint in den letzten Jahren stärker zugenommen zu haben, aufgrund von anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes und der aktuellen Staatsinsolvenz. Die Inflation ist galoppierend. Kein Wunder, dass die Argentinier versuchen, möglichst viele ihrer Pesos in “harte” US-Dollar zu tauschen. Auf legalem Weg ist das allerdings nur sehr begrenzt möglich. An einer bestimmten, gut besuchten Straße im Zentrum hört man deshalb alle paar Meter jemanden flüstern: “Cambio, cambio! Change! Best rate, my friend!”

Buenos Aires ist auf jeden Fall eine Reise wert – für uns viel schöner als beispielsweise Lima oder Santiago de Chile. Um einen guten Überblick zu bekommen, sollte man schon mindestens eine Woche bleiben. Es gibt viel zu sehen und die Stadt ist sehr weitläufig. Gut, dass wir vor unserem Rückflug nach Europa noch einmal 2 Tage dort eingeplant haben!

Wine or no wine – that is the question

We chose no wine since we stayed not very long in Mendoza and wine is a heavier burden on the budget compared to fruit juice. For myself I expected Mendoza to be different as it actually was. I expected an old town center like Sevilla or Salamanca, but there was nothing like that. So the town itself is rather boring. The only thing that was as expected were the huge areas that were used for vineyards. It is possible to spend quite some time there to visit all the wine farms. Perhaps another time for us, when we are older and travelling with a group of people.

The most interesting thing for us was our first encounter with the “Blue Rate”. By the time I write this the official exchange rate for one USD is about 8.5 Argentine Pesos. When we left the bus and entered the bus station there was already a guy walking around whispering “cambio, cambio”. We asked for the exchange rate and he said 14.5 Pesos per Dollar if we have 100 Dollar bills. For the three 20 Dollar bills we offered him he granted us a rate of 14.2. In the hostel where we stayed the exchange rate was 12. Next day we could achieve 14.8 for a hundred Dollar bill. Without this, Argentina would be quite expensive concerning some products and services because the inflation is quite high. So, the main challenge for us is now to have hard currency, to find someone who is willing to change at a good rate and to secure that we don’t get any fake money.

Way through the mountains

Before we arrived in Santiago we thought already about a way to travel to Argentina. I looked for information about buses and so I found several reports that the crossing of the Andes from Santiago to Mendoza is a must-do. It was also recommended to book a seat on the upper level in the first row to enjoy the ride in the best possible way.

Latest after I checked the prices for a flight to Buenos Aires I was absolutely convinced that we have to take the bus. We booked a passage with Andesmar and were able to get first row seats. Besides that, we were lucky to have great weather. It was really absolutely amazing – the best bus ride ever. The only drawback was the 2 hour waiting time at the border station.

At last a note on the history of this route through the Andes: the pass we took is called Los Libertadores. This name originated from the fact that the Argentinian General San Martin led his army from Mendoza along this way to Chile to bring freedom and independence from Spain. Later on he also liberated Peru.