Buenos Aires – capital de todos los Argentinos

Buenos Aires ist die Stadt der “guten Lüfte”. Aber nicht weil die Luft dort außergewöhnlich sauber und frisch wäre, sondern weil die Stadt unmittelbar südlich des Verbreitungsgebietes der Malaria liegt – der Fluss Río de la Plata bildet die Grenze. Früher glaubte man, dass diese Krankheit über die Luft übertragen  wird (“mal aria” – schlechte Luft).

Buenos Aires ist eine wirkliche Großstadt – der Großraum Buenos Aires beheimatet mehr als 13 Mio. Menschen. Sowohl in Slums, als auch in ausgedehnten Luxusvierteln. Der Busbahnhof an dem wir angekommen sind, liegt in einem armen Viertel. Schon ein wenig erschreckend als erster Eindruck. Wunderschön präsentiert sich im Gegensatz dazu das Viertel “Recoleta” mit dem gleichnamigen Friedhof, auf dem sich die imposanten Grabmäler der Reichen und Berühmten Argentiniens befinden. Von einfachen Gräbern kann man hier wirklich nicht sprechen. Auch María Eva Duarte de Perón, besser bekannt als Evita, hat hier im Duarte-Familiengrabmal ihre letzte Ruhestätte gefunden. Ihr Grab hat sich zur Pilgerstätte von Einheimischen und Touristen entwickelt und ist auf dem verwinkelten Friedhof dennoch ein bisschen schwer zu finden und fast ein wenig unscheinbar, verglichen mit den prunkvollen Kapellen und Grüften anderer Familien.

Die Krimininalität in Buenos Aires scheint in den letzten Jahren stärker zugenommen zu haben, aufgrund von anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes und der aktuellen Staatsinsolvenz. Die Inflation ist galoppierend. Kein Wunder, dass die Argentinier versuchen, möglichst viele ihrer Pesos in “harte” US-Dollar zu tauschen. Auf legalem Weg ist das allerdings nur sehr begrenzt möglich. An einer bestimmten, gut besuchten Straße im Zentrum hört man deshalb alle paar Meter jemanden flüstern: “Cambio, cambio! Change! Best rate, my friend!”

Buenos Aires ist auf jeden Fall eine Reise wert – für uns viel schöner als beispielsweise Lima oder Santiago de Chile. Um einen guten Überblick zu bekommen, sollte man schon mindestens eine Woche bleiben. Es gibt viel zu sehen und die Stadt ist sehr weitläufig. Gut, dass wir vor unserem Rückflug nach Europa noch einmal 2 Tage dort eingeplant haben!

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