Daily Archives: October 1, 2014

Von Lima über Ica bis an die chilenische Grenze…

…ging’s per Bus mit “Cruz del Sur” in insgesamt 20 Stunden. Bei der peruanischen Busgesellschaft Cruz del Sur verläuft das Einsteigen in den Bus wie ein Check-In am Flughafen: mit Aufgabe des großen Gepäcks und Sicherheitskontrollen. Wir haben einen Platz ganz vorne am oberen Deck des Buses reserviert und hatten eine tolle Aussicht durch das Panoramafenster. Nach 4 Stunden Fahrt an der Küste entlang Richtung Süden legten wir einen Stopp in Ica ein, einer kleinen Stadt in der Wüste, die berühmt ist für ihre Oase “Huacachina”. Huacachina liegt inmitten von gewaltigen Sandünen, die größten die wir bisher gesehen haben. Aber das einzig wirklich spannende dort sind die Fahren mit Geländebuggies durch die Dünen und das Sand-Boarding: Wir haben uns gefühlt wie auf einer Achterbahn, so schnell ist der Fahrer die Dünen rauf und runter gebrettert bzw. geflogen! Sandboarding war ganz lustig, aber Sand ist halt nicht zu vergleichen mit Schnee und den Zustand der Boards dort möchte ich mal lieber nicht kommentieren…

Am nächsten Tag haben wir uns für eine lange Nachtfahrt – wieder mit Cruz del Sur, aber in einer höheren Klasse – bereitgemacht. Und waren komplett begeistert von dem luxuriösen Bus der uns erwartet hat, mit Kabinen wie in der Business-Class im Flieger: gemütliche große Sitze mit persönlichem Entertainment-System und einer warmen Mahlzeit. Und das zu einem echt günstigen Preis. Unterwegs stieg einmal ein peruanischer Polizist zu und warf einen strengen Blick in unser Abteil. Ein paar Stunden später mussten alle Passagiere aussteigen und eine halbe Stunde an einer Zollstation warten, während der ganze Bus von Beamten durchsucht wurde: es ging aber nicht um Drogen oder ähnliches, sondern um Obst und Gemüse, dass nicht aus den nördlichen Teilen Perus in die Anbaugebiete im Süden gebracht werden darf, um die Ausbreitung von Schädlingen zu vermeiden.

Am nächsten Vormittag erreichten wir die peruanische Grenzstadt Tacna und verbrachten eine Nacht in einem ungemütlichen Hotel, bevor die Reise mit einem Sammeltaxi über die peruanisch-chilenische Grenze weiter ging. Der Taxifahrer war sehr hilfsbereit und hat uns zu den einzelnen Stationen der Grenzkontrolle begleitet, somit lief alles problemlos ab.