Dawson City

Bei Dawson City mündet der berühmte Klondike-River in den noch berühmteren Yukon-River, und dort am sogenannten “Discovery Creek” wurde 1886 Gold entdeckt. Das führte – mit einiger Verzögerung, denn die Nachricht vom Goldfund brauchte mehrere Monate bis in die “Zivilisation” – zu einem gewaltigen Goldrausch, bei dem jedoch die wenigsten Goldgräber auch tatsächlich zu Reichtum gelangten. Vielmehr wurden diejenigen reich, die die Goldgräber mit Ausrüstung und diversen anderen Waren und Dienstleistungen (!) versorgten. Viele Menschen kamen bereits bei der langen beschwerlichen Anreise zu den Goldfeldern ums Leben, bis dahin waren die besten “Claims” ohnehin schon vergeben und viele Glücklose kehrten dem Norden bankrott den Rücken.

Wenn wir schon mal da oben sind, so dachten wir, müssen wir das mit dem Goldwaschen auch mal selbst ausprobieren. Und tatsächlich sind wir auf Gold gestoßen!! Leider nur im Rahmen eines Goldschürf-Schnell-Kurses mit präparierten Pfannen. Spaß hat’s aber trotzdem gemacht.

Unsere erste Unterkunft in Dawson City war eine seeehr rustikale Jugendherberge auf der anderen Seite des Yukon, zu rustikal für uns (kein Strom, kein fließendes Wasser und schon gar kein Warmwasser für eine Dusche, dafür aber übelriechende Plumpsklos…), deshalb blieben wir nur eine Nacht. Dort trafen wir ein Paar aus Österreich, die gerade mehrere Wochen den Yukon hinuntergepaddelt sind, und einen jungen Deutschen, der aktuell mit Schwammerlsuchen (und zwar Morcheln!) in Kanada sein Geld verdient und davor im peruanischen Amazonasgebiet auf eigene Faust mit dem Schlauchboot im Dschungel unterwegs war. Dagegen sind wir mit unserer Weltreise sowas von stinknormal!! Es war auf jeden Fall ein interessantes Gespräch und ein schöner Abend. Am nächsten Morgen sind wir dann aber mit der Fähre nach Dawson City hinüber gefahren und haben uns dort im “Bunkhouse” ein Zimmer mit Gemeinschaftsbad gegönnt

Dawson City besteht aus einer Reihe von nostalgischen Holzhäusern, mit matschigen Straßen und Gehsteigen ebenfalls aus Holz. Es gibt einige schräge Bars mit toller Livemusik am Abend. Der Wein wird in Biergläsern serviert und bei den Männern überwiegen die Vollbartträger. 🙂

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