Weisse Nächte

Auf dem Weg nach Norden sahen wir am Rande des Stewart-Cassiar Highways zum ersten Mal eine Bärin mit einem Jungen, die sich aber relativ schnell in den Wald verabschiedeten. Am Abend machten wir einen Stopp auf einem Campingplatz der Naturschutzbehörde an einem wunderschönen See, dem Boya-Lake. Und dort wurde uns zum ersten Mal richtig bewusst, dass es überhaupt nicht mehr dunkel wird. Die Abenddämmerung geht nahtlos in die Morgendämmerung über. Die Zeit dazwischen hat etwas Magisches, es ist hell, aber ganz ruhig. Die innere Uhr ist da natürlich komplett verwirrt, vor allem weil man ja im Zelt nicht einfach die Jalousien runterlassen und den Raum abdunkeln kann. Und auf diesem Zeltplatz hatten wir das erste – und eigentlich einzige Mal in Kanada – das Glück, ein Stück Grasfläche zu ergattern, auf dem wir unser Zelt aufstellen und die Zelthaken ordentlich im Boden versenken konnten. Sonst gibt’s immer nur Schotterflächen, die eigentlich nicht für Zelte, sondern für die monströsen Campingwägen (eher Zweithäuser!!) der Amis und Kanadier ausgelegt sind.

Am nächsten Morgen liehen wir uns ein Kanu aus und machten eine Tour am See. Das Wasser war so klar, wie ich es sonst noch kaum gesehen habe, aber leider ziemlich kalt. Robert war trotzdem schwimmen. Am gleichen Tag lief uns noch eine zweite Bärin über den Weg, diesmal gleich mit 3 Jungen. Süss die Kleinen, aber zu nahe kommen darf man ihnen nicht!

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